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Ohne bessere Kategorie, nicht bestimmte Reisen betreffend

Update Schaltzughaltbarkeit Rohbox

Sorry, Techtalk. Ein Urlaubsbeitrag ist in Arbeit 🙂

 

Im März 2022 habe ich beschrieben, dass mir nach sehr kurzer Zeit (2.000 bzw. 2.600 km) beide Schaltzüge meiner Rohbox – eine Konstruktion, um eine Rohloff-Getriebenabe mit Rennlenker-Bremsschalthebeln zu fahren – gerissen sind.

Mir ist das 2.000 km später leider erneut passiert – und da war ich relativ sicher, dass die Zugkräfte so gering wie möglich waren. Ich war ziemlich genervt (deswegen hab das auch nicht ins Blog geschrieben), und hab nochmal Kontakt mit Georg Blaschke, dem Hersteller der Rohbox aufgenommen und im Netz recherchiert.

Anscheinend war ich nicht der einzige, der dieses Problem hatte – in einem Forum hab ich noch ein paar Betroffene gefunden und nach dem oben verlinkten Artikel hat sich auch ein weiterer Leittragender direkt bei mir gemeldet, und gefragt, ob ich ne Lösung gefunden habe.

Georg hat mir damals geschrieben, dass er Probleme mit zu geringer Flexibilität der verwendeten (original Campa) Bowdenzüge vermutet – nach seiner Erfahrung sollten die Züge durchaus länger halten. Und mir gleich Züge beigelegt, die sich direkt beim Anfassen viel lehniger und geschmeidiger anfühlen.

Tatsächlich brechen die Züge ja ungefähr 5-7mm von der Bommel, also da, wo die Züge bei Benutzung auf eine Spule/Kreisbahn mit sehr kleinem Radius gezogen werden. Interessant ist, dass das mit normalen Kettenschaltungen auch passiert, allerdings gibt es da einen Unterschied: Die stehen permanent unter Spannung, die Rohloff-Züge werden nur gespannt, wenn man schaltet.

Ich stelle mir vor, dass das ständige Spannen/Entspannen bei festeren Zügen zu einer immer wieder wiederholten Verschiebung von einzelnen, relativ starren Litzen gegeneinander genau in dieser Stelle führt (unterschiedliche Biegeradien innen und aussen, wenn Zug aufgebaut wird) und das letztlich zu einem früheren Bruch führt.

Stahlseilkonstruktionen

Die von Georg beigelegten Züge haben einen anderen technischen Aufbau als die Campa- und auch viele andere Schaltzüge. Wenn man sich da reinnerdet, stösst man das Thema Stahlseilkonstruktion. In einem früheren Leben hab ich mal Drahttauwerk für Segelschiffe gespleisst, da wird das sehr augenscheinlich, weil alles viel größer ist:

Übliche Fahrrad-Bowdenzüge haben eine 1×19 Konstruktion, d.h. 19 kleine Drähte bilden gemeinsam verdrillt (geschlagen) das eigentliche Seil . Es gibt auch noch steifere, z.B. 1×7 oder 1×12.

1x19 Konstruktion

Aufgefummelte 1×19 Konstruktion

Die lehnigen Züge haben die Konstruktion 7×7, d.h. 7 sehr viel feinere Litzen werden je zu einem Draht geschlagen, von denen wiederum 7 zusammen zu einem Seil geschlagen werden. Damit werden diese sehr viel weicher, sind besser für enge Radien geeignet und so weiter.

7×7 Konstruktion (nicht komplett aufgebröselt, wenn man sehr stark vergrößert, ist sichtbar, dass jede Litze aus weiteren sehr viel feineren Drähtchen besteht)

Konkret waren das Elvedes 6472RVS-49-SLICK (shift inner cable 7×7 ø1,1 2250mm mit ø4×4 Bommel).

Generell ist Elvedes ne Grosshandels-/Händlermarke, deswegen sind genau diese Züge leider relativ schwer einzeln zu bekommen, aber wenn man sie im Internet findet, sind sie vergleichsweise günstig (ich hab weitere für 3 Euro pro Zug bestellt), gerade finde ich aber keine – Achtung bei der Bezeichnung ohne „49-Slick“ gibts 19×1, nicht 7×7.

Eventuell gibts Elvedes Züge aber über Euren Fahrradhändler, es gibt auch 50iger Packungen – vielleicht legt sich Eure Werkstatt die hin, weil dies auch in anderen Situationen mit engen Radien gute Bowdenzüge abgeben (rostfrei sind sie auch).

Es gibt natürlich auch ähnliche von anderen Herstellern für Endkunden, die sind dann aber deutlich teuer – z.B. von Trickstuff – da steht dann highflex oder sowas drauf, sucht aber trotzdem nach der Seilkonstruktion, darum geht es und nicht um irgendeine geschmeidige Teflon-Nachbehandlung – je größer die erste Zahl und die multiplizierte Zahl ist, desto feiner und damit lehniger sind sie.

Bowdenzüge im Vergleich – die gezeigten Jagwire rechts sind KEINE Highflex-Züge!

Im Einsatz

Bei mir halten diese flexiblen Züge jetzt seit 5.000km, also mehr als doppelt so lange.

Es ist leider sehr schwierig, den Zustand der Züge im montierten Zustand zu beurteilen, weil man da auch bei zurückgezogenem Gummi vom Schaltbremsgriff nichts sieht. Es ist auch nicht möglich, diese zu demontieren und dann erneut zu verwenden, weil die Züge in ihrem Zugblock gequetscht werden und dabei Spliss entwickeln – die bekomme ich dann (falls der Zustand noch gut ist) nicht mehr reingefummelt.

Eigentlich war mein Plan, beim nächsten Ölwechsel der Nabe einfach die Züge mit zu tauschen (eben 5.000km Wartung, Züge tauschen), andererseits will ich schon wissen, wie lange die nun wirklich halten – gerade bin ich bereit, das Risiko, mit gerissenem Schaltzug  irgendwo in der Pampa zu stranden, einzugehen (und ich hab eh nen Ersatzschaltzug dabei, aber die Unterwegsmontage ist kompliziert, weil man nen guten Seitenschneider braucht).

Und ich hatte schon angefangen, nach anderen, z.B. hydraulisch geschalteten Getriebenaben oder auch elektrisch geschalteten Getriebenaben zu gucken – so ein drastischer Schritt ist dann zum Glück doch nicht notwendig.

Voll au(f|s) dem Schlauch

Ich dachte, ich probiere mal was neues, letztlich hab ich mein Rad auf schlauchlos umgestellt.

Geschlaucht

Das Rad hat(te) bei Lieferung traditionelle Schläuche in den Laufrädern. Also Butylschläuche, die schwarz-grauen gummiartigen, in Talkum gebetteten, schweren Dinger.

Es gibt seit einiger Zeit auch Schläuche aus Plastik (thermoplastische Elastomere bzw. Polyurethan), Markennamen z.B. Aerothan oder Tubolito. Diese ‚Schläuche‘ sind nach Tests genau so pannensicher wie klassische Schläuche, dafür aber viel leichter (60g gegenüber 160g – mal drei, zwei eingebaute, einen Reserve) und sie nehmen auch deutlich weniger Platz weg, das ist für mich wichtig, weil ich immer mit einem Ersatzschlauch rumfahre.

Also hab ich mir so ein Set gegönnungt (sie sind sehr teuer, nen Butylschlauch kostet etwa 7 Euro, ein Tubolito 25 Euro), und dazu noch passendes Flickzeug.

Die Montage fand ich schwierig, die sehr dünnen Schläuche neigen dazu, sich zwischen Felge und Mantel einzuklemmen, auch wenn man sie leicht aufpumpt (zu sehr aufpumpen darf man sie ohne schützenden Mantel nicht). Es mag sein, dass das meine Kombi Reifen/Felge besonders eng ist, um die zweite Flanke des Reifens komplett auf die Felge zu bekommen, brauche ich wirklich drei Reifenheber, muss den Schlauch wieder entlüften und den Reifen komplett in die Mitte der Felge drücken, um ihn gegenüber über den Rand zu bekommen, da ist ein sehr dünner Schlauch, der immer wieder ins Sichtfeld gerät (er ist knallorange, das ist mal ein Vorteil), ein Problem.

Störend finde ich auch, dass man keine Mutter über den Ventilschaft drehen kann, um das Ventilloch etwas abzudichten und das Ventil im Loch zu halten, und dass die Ventilschäfte knallorange sind – was ich aber aus Marketinggründen verstehen kann.

Sticht schon ins Auge, der Ventilschaft

Ich bekomme meine Mäntel unabhängig vom verwendeten Schlauch auch nur mit über 5bar in die Position auf die Felge, in die sie müssen – hinterher lasse ich die Luft dann wieder ab.

Leider haben sich die Plastikdinger für mich überhaupt nicht bewährt, seit dem Wechsel hatte ich in unter 600km vier Platten, davon drei an einem Tag.

Der erste (nach 210km Nutzung) war wahrscheinlich eine Folge falscher Montage/Einklemmens, erstens hab ich an der Stelle keinen Durchstich im Mantel gefunden und zweitens war das Loch schon ziemlich an der Flanke und nicht mitten in der Lauffläche.

Dann am Ostermontag gleich drei hintereinander, da hilft dann auch der Ersatzschlauch nicht so richtig weiter. Ich habe nur einmal was im Mantel gefunden, aber alle Löcher waren an (unterschiedlichen) Stellen der Lauffläche zugewandt.

Das richtig beschissene: Das passende Flickenset braucht 30 Minuten(!) zum Trocknen. Man muss also beim ersten Plattfuss nach dem Wechseln des Schlauches gegen den Ersatzschlauch den kaputten direkt flicken, sonst macht man gleich ne längere Pause. Zum Glück war hier tolles Wetter, bei Kälte oder Regen hätte ich im Strahl mit Brocken gekotzt.

Der Riss ist nur in dem Boppel, geht nicht in den eigentlichen Mantel rein, innen fühlt und sieht man gar nix.

Und durch das bei meinen Felgen notwendige Gewürge beim Reifen wieder montieren und dann das Aufpumpen auf Maximaldruck, um den Reifen an die richtige Stelle der Felge zu bekommen, ist das echt anstrengend, obwohl meine Unterwegspumpe ne Standpumpe und nicht so eine Fitzelpumpe oder CO2-Kartusche ist. Haha! Kartusche ist bestimmt schon beim zweiten Plattfuss toll!

Naja, das reicht mir dann erstmal als Erfahrung. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Mäntel schon so weit runter sind, dass mir das auch mit Butylschläuchen passieren würde, abgesehen davon war keiner der Platten ein Schleicher, sondern immer ein sehr schneller Druckverlust innerhalb vielleicht 10 bis 15 Sekunden, auch nicht schön, wenn man gerade bergab orgelt.

Schlauchlos

Die Felgen und Mäntel an meinem Rad können allerdings auch schlauchlos betrieben werden – so wie beim Auto schon ewig üblich. Die Mäntel sitzen so eng auf der Felge, dass die Verbindung luftdicht wird, wenn man das richtig anstellt.

Schlauchlos ist seit ein paar Jahren der geile Scheiss und schwappt aus der Mountainbikewelt übers Allroad/Graveln sogar bis in die konservative Rennradwelt herüber, weil man neben höherer Pannensicherheit und geringerem Gewicht auch mehr Komfort bekommen kann.

Ein paar vor 30 Jahren in Granit gemeisselte Grundannahmen über Fahrradreifen, deren Aufstandsfläche, Breite, Walkverhalten, hohen Druck für leichtes Abrollen und so weiter haben sich nebenbei als falsch herausgestellt.

Inzwischen sagen das nicht nur ein paar Spinner, die nebenbei eher teure Reifen verkaufen, sondern ist allgemein gültig: Ein niedriger Luftdruck macht Dich nicht langsamer, ein höherer vor allem nicht schneller, aber schneller müde. Das gleiche gilt auch für breitere Reifen – diese sind nicht generell langsamer als schmale. Durch das ständige harte, quasi ungefederte Ruckeln über jede Unebenheit sorgen schmale, hart aufgepumpte Reifen für starke Komforteinbußen und damit auch für schnellere Ermüdung.

Ein tolles Buch dazu: Ein Rad für Alles, Rene Herse.

Besonders abseits von super glatten Asphaltstrassen macht sich das bemerkbar, man fährt inzwischen eher niedrigere Drücke und breitere Reifen als noch vor 10 Jahren, ich z.B. bisher so 2,75bar bei 40mm Reifenbreite, nicht 12bar auf 23mm.

Mit einem Schlauchlos-System kann man noch mal geringere Drücke fahren, weil die Gefahr, bei Durchschlägen den Schlauch zwischen Mantel und Felge zu beschädigen (snakebites), wegfällt. Das ist besonders im schweren Gelände wichtig, weil es mehr Traktion gibt, aber nicht so sehr bei meiner Fahrweise. Ich fahre zwar gerne auf ungeteertem Untergrund, aber eben trotzdem meist auf Wegen.

Schlauchlos fahren hat allerdings auch Nachteile:

  • Die Dichtigkeit wird durch Dichtmilch (etwa zwei Schnapsgläser pro Laufrad) unterstützt, muss man eine Reifen/Felge-Kombi öffnen, geht das nicht ohne Sauerei ab
  • Die Erstmontage benötigt oft mehr Luftdruck, als eine normale Standpumpe liefern kann. Das, was bei mir der Schlauch unter sehr hohem Druck schafft, und zwar den Mantel in die richtige Position auf der Felge zu drücken, muss durch einen kurzen, aber kräftigen Luftstoss bewältigt werden, ohne das ein Schlauch die ausgestossene Luft auffängt. Im Feld bekommt man das nicht hin, da hilft, wenn man den Reifen erstmal von der Felge gezogen hat, nur noch einen Ersatzschlauch einzuziehen und den Reifen damit wieder in Position zu bekommen.
  • Die Dichtmilch muss regelmäßig ergänzt/erneuert werden, weil sie langsam aushärtet

Diese Argumente haben mich bisher davon abgehalten, das auszuprobieren.  Aber nu hab ich die Faxen dicke, und will sehen und mich da noch mal reingelesen (z.B. beim Radelmädchen oder beim Velonerd) und dann hab mir noch am Ostermontagabend eine Pumpe mit einem Booster (Druckluftbehälter zur Schnellentleerung), entsprechende Ventile, Dichtmilch und ein Reparaturset bestellt.

Die Dichtmilch hat nicht nur die Funktion, das bestehende ‚Gefäss‘ aus Reifen und Felge abzudichten, sondern vor allem neue Löcher direkt im Entstehen zu verschliessen. Das funktioniert angeblich so gut, dass man kleinere Löcher gar nicht direkt bemerkt – höchstens, weil ein weisser Fleck an der Lauffläche auftaucht.

Größere, sich nicht selbstabdichtende (ab so 3 mm) Löcher werden von aussen geflickt, ähnlich wie bei Autoreifen. Dazu wird eine klebrige Gummiwurst in das Loch gestopft, eventuell etwas Dichtmilch aufgefüllt und wieder aufgepumpt.

Wenn das nicht reicht, dann hilft es nur noch das Loch von innen abzudecken und einen Schlauch einzuziehen. Dafür dann wieder einen Tubolito im Gepäck zu haben, ist wegen des geringen verbrauchten Platzes sehr verlockend, die nervige Montage bleibt – also eher nicht, Tim.

Umbau

Heute (Freitag) sind alle bestellten Teile angekommen.

Also – Rad auf den Kopf (ich hab nen Montageständer, aber zum Rausnehmen der Laufräder finde ich es praktischer das Rad auf den Kopf zu stellen), Läufräder raus, Luft raus, Mantel vom Felgensitz in die Mitte drücken, eine Seite über das Felgenhorn würgen, Schlauch raus.

Begutachtung des vorhandenen Felgenbands. Sieht eigentlich gut aus, das sollte luftdicht sein. Also mal so ein Schlauchlosventil in die Felge gepopelt, Mantel wieder zu.

Dann die neue Boosterpumpe aufpumpen – das ist eine Standpumpe mit einem eigenen Tank. Man kann diesen Tank wie einen Reifen aufpumpen und dann den Druck auf einen Schlag ablassen.

Die eigentliche Pumpe ist unter dem Griff, das Manometer sitzt auf dem Zusatztank

Teuer, aber auch geil. Es gibt sowas aber auch als Selbstbauprojekt oder einfach als separaten Tank, da berichten aber viele, dass dann der Tank und die daran angeschlossene Pumpe durch Kopflastigkeit ständig umkippen und durch die Gegend kollern. Ausserdem haben wir ab jetzt zwei Standpumpen und müssen die bisherige Standpumpe nicht mehr ständig vom Keller (wo die anderen Räder stehen) und der Wohnung (Werkstatt) hin und her schleppen.

Schlauch an das Ventil anschliessen, und mal 8bar schlagartig in den Reifen lassen. Das ist ein tolles Geräusch – der Reifen springt geradezu in seinen Sitz, es knackt ein paar Mal – fertig. 8bar sind auch gar nicht nötig, wie sich bei weiteren Versuchen zeigt, 5bar sind auch ok.

Und irgendwo entweicht Luft. Das kommt doch aus den Speichenlöchern…
Nicht aus allen, aber aus ein paar.

Ok, Mantel noch mal runter, und doch das vorhandene Felgenband überkleben (jetzt weiß ich auch die richtige Breite für die nächste Bestellung Felgenband, dann kann ich auch das da drunter vorher rausreissen).

Um das richtige Felgenband toben in den Bewertungsspalten der Versender Glaubenskriege, die an Editorwars erinnern. Und Bohle (Handelsname Schwalbe) ist eh der TEUFEL!!!!1

Also alles so wie immer, ich hab ja auch meine Lieblingshersteller 🙂

Mantel wieder drauf friemeln, und noch mal. Flump – peng – knack. Und kein Zisch mehr.

Yay. Das war ja einfach. Ich dachte, ich muss das ewig probieren und rausfinden, wie es wirklich geht.

Ok, Luft wieder raus, Ventileinsatz mit einem Spezialschlüssel rausdrehen, Dichtmilch durchschütteln und dann 60ml davon in den Reifen kippen.

Der Spezialschlüssel ist so speziell, dass ich davon jetzt 6 Stück habe. Bei der Dichtmilch, bei den Ventilen und bei der Boosterpumpe waren welche dabei, einen hab ich so bestellt (Idiot, ich), zwei weitere unterschiedliche hatte ich in der Luft/Schlauch/Ventil-haben-ist-besser-als-brauchen-Fummeltüte rumliegen ohne genau zu wissen, wie spezial der eigentlich ist.

Ventileinsatz wieder rein drehen, normal aufpumpen, Laufrad etwas drehen, über dem Kopf hin- und her schwenken (man findet Foreneinträge, in denen frisch bemilchte Läufräder noch rituell 30 Minuten auf die Seite gelegt werden), dingsda – Laufrad wieder einbauen.

Dann das gleiche noch mal mit dem zweiten Laufrad. Insgesamt hab ich ne gute  Stunde gebraucht – dann aufräumen:

Und dann noch die Dichtmilch durch eine rituelle Kurz-Fahrt durch die nähere Umgebung schön in den Laufrädern verteilen.

Ich muss jetzt noch mein Pannenset umstellen.

Neben dem oben beschriebenen Wurst-Ins-Loch-Friemelset hab ich dann wieder nen Butyl-Schlauch für richtig schlimme Fälle, Flicken dafür, einen Flicken für den Mantel von innen (wenn man den Schlauch einziehen muss, weil die Würste es nicht bringen, guckt ja auch schnell der Schlauch aus dem Mantel, oder?) und eventuell auch etwas Dichtmilch in der Satteltasche.

Wie ist das eigentlich, wenn man wirklich nen Schlauch braucht? Muss man dann erst stundenlang alte, längst verheilte Durchstiche in der Decke auf Splitterreste untersuchen und die dann rauspolken? Sonst ist der Schlauch ja auch gleich wieder hin?

Und ich muss mal rumhören, ob es nötig ist, Dichtmilch durch die Gegend zu fahren – wenn Ihr das wißt, oder auch nur ne unfundierte Meinung dazu habt: Schreibt es gerne in die Kommentare – und überhaupt – lasst Euer reichhaltiges Wissen gerne hier!

Aja, zumindest die Dichtmilch von Schwalbe (Doc Blue), die von Stans hergestellt wird, stinkt nicht schlimm nach Amoniak.

Update vom 11.05.2022

Die Spaßvögel von Enjoyyourbike haben sich mit de Thema Schlauchlos beschäftigt. Sie zeigen alle wesentlichen der Montagepunkte und sie testen auf selbst gegossenen Nagelbrettern. Etwas lang, trotzdem sehenswert.  Großer Test: WTB TCS 2.0 Tubeless Tire Sealant Reifen-Dichtmittel / Pannensicherheit & Installation.

 

März 2022

Es ist seit 5 Wochen Krieg in der Ukraine.

Rad mäßig bin ich wieder deutlich mehr gefahren als im Februar (nur lächerliche 200km).

Schaltzugdings

Nachdem mir auch der zweite Schaltzug nach 2600km (der erste nach 2000) 5mm hinter der Bommel im Griff gerissen ist, hab ich Kontakt mit dem Hersteller der Rohbox Schaltbox aufgenommen, um rauszufinden, ob da irgendwas systematisch falsch ist, was zu hohe Schaltkräfte verursacht oder sonstwie die Züge unüblich belastet.

Orginalbild von http://www.gebla.de/Rohbox/Rohbox-All-Inclusive.html#4.

Im Gegensatz zu einem Kettenschaltungschaltzug stehen die Züge bei einer Rohloff nicht unter Spannung, nur wenn geschaltet wird, wird Zug ausgeübt. Das ist schon mal gut, weil man damit auch einen beliebigen Gang von Hand einlegen kann, der auch drin bleibt und dann eben single speeded nach Hause oder zur nächsten Werkstatt fahren kann (nen Ersatzzug hab ich im Werkzeug, allerdings braucht man einen guten Seitenschneider, um den Zug nach der Montage zu kürzen).

Tatsächlich war die Montage griffseitig nicht ganz wie vom Hersteller vorgesehen, Herr Blaschke hat mir die vorgesehenen Teile ohne Rechnung geschickt – total nett. Nach der Neumontage (bei der ich auch gleich schlimm teure Superduper-Weltraum-Sexlube-Schaltzüge verwendet habe) und Feineinstellung entsprechend Webseite nun mit deutlich spürbar weniger Schaltdruck als von Rennstahl ursprünglich eingestellt, hoffe ich, das diese nun deutlich länger halten.  Ich frage mich, warum Rennstahl die Box nicht entsprechend der Herstellerangaben montiert hat.

RideFAR #1 – 90km

Im März fand RideFAR for a reason Challenge der Orbit360 Crew statt. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, mindestens die sogenannte Sprintstrecke (90km) zu fahren.

Das hab ich dann auch gemacht und eine schöne Runde durch die Seeveniederung zum Sperrwerk Geesthacht und über die Vier- und Marschlande zurück gedreht.

rideFAR 90km – mein Lieblingsbelag

Das Wetter war toll, und die ersten Blüten kamen auch raus:

Ausserdem gabs ein Eis von einem fahrenden Eismann.

Besonders in den Vier- und Marschlanden war ein Haufen Rennradfahrer unterwegs.

Die Tour bei Komoot:

Oder als Video:

 

 

RideFAR #2 – 180km

Tatsächlich macht es mir inzwischen keine große Mühe mehr, 90km mal eben zu fahren, da muss ich keine großen Essens-Pausen machen, sondern rolle mal abgesehen von Lust-Eis und ein paar Fotohalten durch.
Also keine so richtige Herausforderung 🙂

Deswegen hab ich mich entschlossen, auch die mittlere Distanz (180km) anzugehen.

Wieder in die gleiche Richtung, aber weiter – und ich wollte diesmal zuerst auf der Nordseite der Elbe durch Schleswig-Holstein und Meckpom und dann auf den Rückweg durch Niedersachsen fahren.

Das war dann schon anstrengend, mit Pausen und allem war ich 12h unterwegs.

Um im Tageslicht wieder zurück zu sein, bin ich früh los – ganz schön neblig. Und schön war es auch mit dem Nebel.

Die Planung der Strecke hatte ein paar Schwächen, zum Beispiel bin ich noch in Hamburg durch ein relativ unzugängliches und fast unfahrbares Gebiet ge-schoben/krochen/fahren. Da muss ich auf OSM die Wegbeschreibung korrigieren…

In den Vier- und Marschlanden…

Ein Teil der Strecke zwischen Krümel und Lauenburg war ein 50cm breiter Pfad entlang an einem ziemlich steilen Abhang. Beim Wiederaufsteigen nach dem Stoppen/Ausweichen für eine Gruppe Wanderer bin ich mit dem Rad den Abhang runtergekippt. Nicht schlimm und auch nicht weit, aber dabei ist mir die Kamera aus meiner nach oben offenen Kameratasche gefallen und den Berg runter gepurzelt. Zum Glück haben die Wanderer das beobachtet und konnten mich von oben einigermaßen dirigieren, so dass ich die Kamera schnell wieder gefunden habe – puh!

Und sandig war es teilweise auch 🙂

Schönes Fachwerk und gut fahrbares Kopfsteinpflaster in Boizenburg.

Die gefürchtete Lochplatte auf einem ehemaligen Grenzkolonnenweg. Diese Platten sind sehr doof zu befahren – ausser man hat Reifen, die breiter als die Löcher sind – also fette 2,6 Zoll breite Mountainbike-Reifen, und nicht so kümmerliche 40mm wie ich sie fahre 🙂 .

Es gibt ganze Elegien zu der Art, wie man am besten auf diesen Platten fährt. Besonders die GST – die Grenzsteintrophy – eine Tour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze von Tschechien bis zur Ostsee – ist voller Geschichten zur Lochplatte und wie sie Flaschenhalterungen, Gepäckhalterungen und Träume vom Rad und Reiter abvribiert.

Ein Teil der ehemaligen Grenzanlagen.

Die Fähre von Darchau nach Neu-Darchau brachte mich von Meckpom nach Niedersachsen, der Rückweg begann.

Das machte sich erstmal durch doch deutlich spürbaren Gegenwind bemerkbar – war ich auf dem Hinweg nur so dahin geflogen, musste ich nun ganz schön reintreten.

Dafür kam die Sonne wieder raus.

Ein ganz kurzer Fotostopp am Schiffshebewerk Scharnebek. Ein Traum in Beton.

Den größten Teil der Tour war ich auf unbefestigten Wegen unterwegs – oder auf Wegen mit uraltem Asphalt, Platten oder gemischten Oberflächen –  die für den Autoverkehr gesperrt waren. Oder auf feinstem Asphalt, aber für Autos gesperrt (auf den Deichen z.B.).

Unbefestigt ist oft rumpelig, sandig und mit mehr Kraftaufwand (nicht nur in den Beinen) zu befahren, aber es ist so viel schöner, dass es sich wirklich lohnt.

Das letzte Stück ist immer das schlimmste – ich war nun doch schon ziemlich auf und wollte fertig werden, gleichzeitig nahm der normale Alltagsverkehr wieder zu, weil ich wieder in Hamburg angekommen auf normalen Strassen und/oder durch Parks mit vielen Menschen mit schwer vorhersagbaren Bewegungsvektoren gefahren bin.

Die Tour bei Komoot:

Oder als Video:

 

Auf die 180km in unter 10h Fahrzeit bin ich ziemlich stolz, und wider Erwarten hat mir auch am nächsten Tag nix weh getan.

Natürlich sind ungefähr 1.000.000 Leute in beiden Wertungen schneller als ich gefahren. Aaaber die sind bestimmt alle road gefahren (90km in 2:19 – keine Fragen, Euer Ehren. Er hat sein Ziel, nen 40iger Schnitt zu fahren, verfehlt!) und dazu im Schnitt 20 Jahre jünger 🙂

Für die lange (360km) Distanz ist mein Ego nicht groß genug.

Jetzt müßte ich mal anfangen, ähnliches mit etwas Übernachtungsgepäck ein paar Tage lang hintereinander zu machen, um zu sehen, ob der Hintern das auf Dauer ab kann und ob ich genug Kalorien nachgeschoben bekomme, um das länger durchzuhalten.

März insgesamt

Insgesamt bin ich mit dem muskelbetriebenen Rad 560km gefahren, die Heatmap für den März 2022 hat einen deutlichen Ausschlag nach Südosten.

 

Max Squares mitten auf der Elbe?

In GPS-Spielchen reloaded hab ich behauptet, dass ein paar Kacheln nicht mit dem Rad erreichbar sind, und zwar z.B. diese beiden hier.

Mit dem Rad nicht erreichbar

Das hab ich mal genauer geprüft, diese befinden sich auf der Elbe bzw. auf dem Gelände von Airbus (Airfield, Hochsicherheitsblablabla).

Die linke Kachel bekommt man aber mit der Fähre von Cranz nach Blankenese, zumindest wenn man die richtige Tide hat (sonst fährt die Fähre einfach nach Finkenwerder… (ok, das wäre ja auch ne Option, mal für später aufheben, den Gedanken)).

Die Fähre fährt ab 13:00 wochentags alle Stunde, wenn genug Wasser da ist:

Fähr-Fahrplan Cranz – Blankenese

Am 30.12. wäre grob gegen 13:00 Uhr Hochwasser (der Pegel St. Pauli ist weiter elbauf, das ist aber egal, ab halber Tide ist genug Wasser da).

Tidenkalender für Dezember 2021

Damit wäre die linke Kachel möglich.

Bei genauerem Betrachten der anderen Kachel fällt auf, dass sie fast an die Mole des Jollenhafen Mühlenbergs heranreicht.

Verwendet man Satellitenbilder statt der Karte, sieht es so aus, als könnte man da trockenen Fusses ran kommen:

Tja – und das probiere ich einfach aus.

Wenn das nicht geht, könnte ich auch mit der Fähre von Blankenese nach Finkenwerder fahren, die fährt auch durch diese Kachel.


Aus unterschiedlichen Gründen ist es dann nicht zu dem ersten Termin gekommen, aber am 8.1.2022 stand die Tide günstig, da hab ich dann nen Versuch gemacht.

Vorher musste ich allerdings noch ein paar andere Kacheln abgreifen auf dem Weg dort hin.

Hike your bike

Dort gab es keine ausgewiesenen Wege, dafür war es schwer lehmig – matschig, das hat mich sehr viel Zeit gekostet, weil ich das Rad schieben und teilweise tragen musste, weil sich die Räder durch den schweren Lehm nicht mehr gedreht haben.

Das erste Mal, wo es ohne Schutzbleche eventuell… nee. Da hätten sich vielleicht die Räder gedreht, aber ich hätte den Dreck überall gehabt.

Schlammschlacht

Um die Fähre noch zu bekommen, musste ich ordentlich Stoff geben.

Am Anleger angekommen, hab ich dann noch mal den Twitteraccount des Betreibers gecheckt – wer sich den Timestamp ansieht – das hätte ich auch von zuhause machen können:

Doof – hätte ich auch vor dem Losfahren lesen können.

Keine Fähre, jedenfalls nicht von Neuenfelde. Aber wenn, hätte ich sie gerade so bekommen. 🙂

Also nach Finkenwerder, und dann von dort mit der Fähre rüber – was die zweite Kachel mit eventuellem Herumturnen auf der Böschung des Yachthafens obsolet macht, weil die Fähre einfach mitten durch diese Kachel fährt.

Der Elbvertiefer Amazone

Auf dem Rückweg ist mir dann noch ein Schaltzug gerissen – ungewöhnlich nach 2000km. Dafür kann man aber bei einer Rohloff einen (mittleren) Gang mit der Hand einstellen und dann damit als Singlespeed nach Hause fahren, das ging auch gut.

Oder als Video:

 

Und so sah das dann am Abend in veloviewer aus – ein Loch vor Cranz bleibt…

Loch im Teppich


Heute (Samstag, 15.01.) hab ich dann noch mal einen Versuch gemacht, diesmal fuhr die Fähre – war auch wirklich Hochwasser.

Und vorher hab ich noch ein paar andere unerledigte Kacheln erledigt, allerdings alle mit gut fahrbaren Wegen, sodass ich gut in der Zeit war.

Es schien sogar die Sonne.

Am Deich

Hochwasser – ich glaub, das ist der einzige Fähranleger, der nicht schwimmt.

Die Fähre fuhr dann den gewünschten Weg (es gibt auch keinen anderen, also kaum Spannung dabei) durch die Kachel.

Wegen Rufbereitschaft mit Laptop in großer Tasche

Sagte ich schon, dass tolles Wetter war?

Blankenese vom Wasser aus

Auf der Nordseite bin ich dann noch (Kacheln, Kacheln, Kacheln) in westlicher Richtung bis zum ehemaligen Kraftwerk Wedel gefahren und etwas nördlicher als das letzte Mal zurück und auch gleich noch weiter bis nach Hamm (Kacheln, Kacheln, Kacheln).

Elbe, auswärts

Als nächstes folgt dann wohl der Bereich südwestlich 🙂

Insgesamt hat das alles geklappt, auch wenn ich zwei Anläufe brauchte. Die letzte Kachel auf der Elbe südlich von Wedel geht nicht mit einer Fähre, vielleicht muss ich da mein Rad mal auf mein Boot stellen…

Oder als Video:

 

Die beiden Tracks im Vergleich:

GPS Spielchen reloaded – Explorer Max Square

Ich hab immer gerne GPS-Spielchen gemacht, durchs Seesegeln auf fremden, unterschiedlichen Yachten hatte ich sehr früh ein mobiles GPS-Gerät. Damit konnte man nicht herumlaufen, weil der Batteriesatz ziemlich genau 20 Minuten gehalten hat – und davon 15  für den ersten Fix (Positionsbestimmung). An einer entsprechend großen externen Batterie auf einer Yacht war das aber ziemlich brauchbar.

Mit dem nächsten Gerät wurde es dann möglich, dieses wirklich mobil zu benutzen. Ich hab versucht, ob ich das Finden und Fotografieren von Punkten, an denen volle Längengrade auf volle Breitengrade stossen, ein interessantes Projekt sein könnte. Diese Punkte sind erstaunlich oft schwer zugänglich, nach ein paar Versuchen war dann auch wieder Schluss.

Das alte GPS 75 wurde fest auf der Roald Amundsen verbaut und die Position des Schiffes alle 20 Minuten aufgezeichnet und zusammen mit den Tagesmeldungen verschickt – daraus habe ich mit Hilfe der Generic Mapping Tools Karten mit dem Track des Schiffes erzeugt – inzwischen scheint das abgeschaltet zu sein – so sahen diese sehr primitiven Karten damals aus.

Dann kam Geocaching auf, das war auch ne schöne Geschichte – erst in Berlin, dann in Hamburg. Allerdings gab es da neben uns eher erlebnisorientierten Genusscachern auch (viele) sehr konkurrenzgetriebene, das wurde mir schnell zu anstrengend.

Dann kam irgendwann Ingress und die Planungstools dazu – das war auch geil, aber wieder was völlig anderes.

Heatmaps

Meine Bewegungsdaten zeichne ich seit ewigen Zeiten auf, die letzte Auseinandersetzung mit GPS-Daten und Navigation waren ja auch hier im Blog Thema.

So, und jetzt gibts da was für mich neues, mal abgesehen davon dass ich die Heatmaps meiner Radwege wunderschön finde:

MaxSquares

Für das neue Spiel musste ich mich bei Strava anmelden, weil das eigentlich für mich interessante Tool Veloviewer seine Daten von Strava verdaut.

Strava ist sowas ähnliches wie Facebook für Sportler: Man kann sich gegenseitig zeigen, was man für ein krasser Sport-Hengst ist, sich Kudos geben, auf irre vielen Strecken virtuell gegeneinander antreten und gemeinsam Ausfahrten planen.

Veloviewer saugt diese Daten an und generiert allerhand Mehrwert für Rennradfahrer, mich interessiert aktuell dabei aber nur, dass es eine Aggregation der Orte gibt, an denen ich schon mal mit dem Rad langgefahren bin.

Dazu nutzt Veloviewer die Kartendaten von OpenStreetmap, die in Kacheln eingeteilt sind. Diese Kacheln sind hier in der Hamburger Gegend in der größten Kartenauflösung ungefähr 1450 x 1450 m groß (hier gibts Details).

Die Grundidee des Spiels ist, möglichst viele zusammenhängende Kacheln zu befahren. Zusammenhängende, überfahrene Kacheln ergeben eine gemeinsame quadratische Fläche, deren Kantenlänge gezählt wird – dies wird als Max Square bezeichnet. Quadratisch ist wichtig – es geht nicht einfach nur um Kacheln, sondern um zusammenhängende in quadratischer Ausdehnung. Das geht aber eben nur, wenn innerhalb dieses Quadrats wirklich alle Kacheln befahren wurden.

Befahrene Kacheln färbt Veloviewer rosa, zusammenhängende quadratische Flächen aus befahrenen Kacheln blau. Der Unterschied zwischen unbefahrenen und befahrenen Kacheln ist etwas schwer erkennbar – Wihelmsburg hab ich komplett, es hat einen blauen Rahmen:

Veloviewer – Explorer Max Square

Um das dadurch entstehende Max Square möglichst groß zu bekommen, muss ich also erstmal ein paar Kacheln im Hafen befahren. Zum Teil sind diese gar nicht so einfach zu erreichen. 🙂

In meinem favorisierten Routenplaner bikerouter.de kann man die gleiche Ansicht erzeugen (in dem man die entsprechende Ansicht aus Veloviewer exportiert) und dann entsprechend eine Route durch die fehlenden Kacheln planen – allerdings sind hier die Kacheln, die man noch offen hat, blau markiert und nicht die, die man schon im Sack hat.

bikerouter mit eingeschalteten Max Square Tiles

Ich hab mal für die ersten Blocker im Hafen eine Route geplant und versuche, da überall ranzukommen. Bei der Kachel, die den Containerterminal Buchardkai abdeckt, bin ich mir nicht sicher, ob ich bis dahin komme.

Insgesamt wird es um Hamburg ein paar Kacheln geben, die einfach gar nicht mit dem Rad erreichbar sind (im nächsten Bild ist ein Beispiel rot markiert) – bei Airbus kommt man nicht aufs Gelände, und das Mühlenberger Loch fällt zwar trocken, aber fürs Radfahren reicht das bei weitem nicht. Eventuell geht das aber mit der Fähre, die nach Cranz fährt.

Mit dem Rad nicht erreichbar

Mal sehen, was das wird.

Es gibt einen Blogartikel, wie die Großmeister dieser Kunst eben auch unfahrbare Kacheln erreichen – oder es versuchen.


Einen Tag später…

Ich bin eine kleine industrialstyle Radtour durch den Hafen gefahren und hab mir alle Tiles für mein 7×7 geholt. Kalt war es, und … industriell.

Uber dem A7 Elbtunnel – mehr Bilder hinter dem Link

Das nach der Tour neue Spielfeld sieht nun so aus:

Mein erstes Maxsquare 7×7

Obwohl die nächste Erweiterung (Richtung Westen und Süden) relativ einfach sein sollte, schwant mir, dass man dafür immer weiter in unterschiedliche Richtungen fahren muss – vielleicht ist das aber auch Sinn der Sache. 🙂

Der Track sieht entsprechend albern aus, aber an mindestens zwei Stellen kommt man eben nur über die gleiche Route wieder weg.

Oder als Video (Relive):

Fotografen: Wir müssen reden!

Ich geb ja zu, ich hab ziemlich unheilbar G.A.S. im Endstadium.

Deswegen musste ich mir neulich auch ne neue Kamera kaufen – meine schon für Wechselobjektivsysteme recht kleine Kamera passt selbst nur mit Pancake einfach nicht gut in meine Lenkertasche – was kleines musste ran, und nach etwas Herumnerden wurde es nicht die, die irgendwie alle kaufen (Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII), sondern eine Canon PowerShot G5 X Mark II.

Erstens, weil Sony seinen ehrlichen Kunden mal ein Rootkit auf ne DVD gebraten hat – das ist zwar Jahre her, aber von so einem Hersteller will ich nix mit Strom kaufen, zweitens, weil die Canon sich besser halten läßt, eine offenere Blende kann und das UI nicht so beschissen ist, wie es eben bei Sony ist. Die geringere Maximalbrennweite und der schlechtere Autofokus stören mich eher nicht. Ausserdem war sie deutlich billiger.

Also – ich hab diese neue Kamera und benutze sie viel, weil sie einfach in die Hosentasche geht. Die Kamera übererfüllt alle meine ursprünglichen Erwartungen an eine Taschenkamera bis auf:

  • die Akkulaufzeit (nach ~220 Bildern ist Schluss mit dem Akku). Immerhin kann man über usb-c nachladen.
  • Gegenlichtaufnahmen (mach ich gerne) sind komplizierter, wenn sie geil werden sollen, als mit der MFT
  • die Modus- und EV-Räder verstellen sich relativ leicht ungewollt

Ansonsten habe ich im Urlaub (eine Woche Dagebüll – wir schreiben bestimmt noch was) auch mein normales MFT Zeug mit, aber überhaupt nicht benutzt. Selbst bei unserem Tagesausflug nach Amrum hab ich nur die kleine Kamera in die Tasche und ein Ministativ in die andere gesteckt und fertig.

Und – Überraschung – ich brauchte kein Makro, kein 800mm Tele, kein großes Stativ, x weitere Objektive zwischen WW und Tele mit großer Offenblende und so weiter, ich hab es mir gespart, viele Kilos durch die Gegend zu schleppen.

Wobei ja schon mein MFT Set abgespeckt ist, vorher bin ich mit Nikon F unterwegs gewesen, da hat alleine ein Telezoom soviel gewogen, wie alles MFT-Zeug zusammen. Vorteil war aber, dass man ohne Probleme Nägel damit einschlagen konnte. Hab ich nur selten gebraucht.

Zurück zur Canon: Selbst einen Pilz von nah und unten oder einen auf die Kamera zu rennenden Hund konnte ich gut ablichten, und solange man ein Stativ hat, sind auch Bilder im Dunklen kein wirkliches Problem.

Das ging nur, weil ich immer nen kleines Stativ dabei habe. Auch auf dem Weg zum Essen.

Bis auf das letze Bild sind die alle im Fokus und scharf.

Mit ohne großes Besteck beim Fotografieren

Ich glaub, ich brauch das dezidierte Set nur noch für Spezialaufgaben, wie Nachthimmel, Seeadler-Stalking, Veranstaltungen. Und ich finde das gar nicht schlecht – 300g statt 6kg geben mir ne Menge Freiheit. Das ist etwas schade, aber auch sehr geil.

Das Album mit den Bildern, die es bis zu Flickr geschafft haben.

Selbst ein aktuelles Handy kann (bis auf die eingeschränkte Brennweitenauswahl) da schon einiges, was früher der Profiklasse vorbehalten war. Und die Premium-Handys scheinen sich ja in Richtung Multi-Brennweite zu entwickeln. Ne passende Stativklemme dazu – fertig.

Die, die ihr auch viel fotografiert – oder zumindestens rumschleppt – geht Euch das auch so? Oder habt Ihr da FOMO at the decisive moment?

Extrablatt: Salami im Schlafrock – der TEST

Wie in Marsian Mountains – na fast bereits angeteasert, folgt hier der große Salami im Schlafrock Vergleichstest.

Die Kontrahenten sind (trommelwirbel):

Die Kontrahenten

Warum?

Ich brauche beim Radfahren leicht nachfüllbare Energie, und zwar ab und zu auch mal was salziges, nicht immer nur süsses. Die in Frage stehenden Produkte schmelzen nicht, haben eine stabile Verpackung, und sind leicht an der Tanke zu bekommen, nehmen Geknautsche in der Lenkertasche nicht all zu übel, sind auch im Fahren leicht weggemümmelt und sie sauen einem nicht die Hände, Handschuhe oder Klamotten ein.

Ich werde diese Reihe aber auch mit Süssem fortsetzen, dazu fräse ich mich gerade parallel durch Fruchtschnitten und Anverwandte.

Die Bifi (es gibt einen Haufen unterschiedliche Sorten) ist eine Minisalami eines mittelständischen deutschen Herstellers, der von Unilever aufgekauft wurde und später den Namen und das Produkt an den us-amerikanischen Fleischsnack-Hersteller Jack Link’s verkauft hat. Produziert wird die Bifi wohl immer noch in Ansbach. Mehr zum Hintergrund von Bifi bei Wikipedia.

Der Konkurrent gibt sich modern, fleischlos und kommt von Rügenwalder Mühle, ebenfalls einem deutschen Fleischproduzenten, der seit 2014 immer mehr fleischlose, aber fleischartige Produkte anbietet. Mehr zum Hintergrund von Rügenwalder Mühle bei Wikipedia.

Rügenwalder hat bei uns einen Bonus. Sie bieten ein vegetarisches Produkt (vegetarische Mühlenfrikadellen) an, auf das unser Kater hereinfällt und es für katzenessbar hält – er hat sonst ein sehr feines Näschen für den Unterschied zwischen gemüse- und fleischbasierten Fertigprodukten und das ist für uns ein guter Gratmesser, ob es lecker ist 🙂

Die Bifi hab ich als XXL Version getestet, ich hoffe mal, dass sich diese von der Zusammensetzung und so weiter nicht von der normalen Version unterscheidet, an der Tanke gab es nur diese.

Interessant ist, dass Bifi speziell für ’nach dem Feiern‘ bewirbt. Also, wenn man Brand hat, dringend was in den Magen braucht und wegen der Elektrolyte auch gleich was salziges will. Das macht Sinn, ist aber auch gleichzeitig etwas arm…

Sensorischer Test

Oben Bifi, unten Mühlensnack

Komplett auspacken sollte man beide lieber nicht – lecker sieht das nicht aus, eher wie ein schlimmer Unfall beim Backen mit Kindern.

Also immer schön aus der Packung raus essen!

Bei der Bifi fällt uns (Nadja hat mit getestet) auf:

  • da isser sofort – der klassische, widerlich-geile Geruch beim Öffnen
  • das ‚Brot‘ ist trockener und etwas härter, aber keine Sorge, Zähne braucht man dafür nicht. Das Brot hat kleine Löcher.
  • Die ‚Wurst‘ besteht deutlicher aus unterschiedlichen, weicheren und härteren Elementen, ist insgesamt härter und muss schon gebissen werden (hier sind Zähne eindeutig von Vorteil). Kaut sich gut, salzig.
  • Im Abgang schmeckt man eine leichte, typische Billig-Salami-Säure, auch wenn eine richtig gute Salami gar nicht sauer ist

Links Bifi, rechts Mühlensnack

Bei der Rügenwalder ist uns aufgefallen:

  • das Brot ist süsser, aber auch salziger und noch weicher
  • die ‚Wurst‘ besteht aus einer eher gleichmäßigen Masse und ist insgesamt nicht so fest wie die Salami
  • angenehmer Geruch
  • kein unangenehmer Nachgeschmack
  • der Name ist scheisse! Daran muss Rügenwalder echt noch arbeiten. „Ich hätte gerne einen Vegetarischen Mühlensnack im Teigmantel“ klingt irgendwie komisch, oder?

Nährwerte

Nährwerte Mühlensnack

Nährwerte Bifi

Nährwerte auf 100g Bifi Mühlensnack
Brennwert (kcal) 459  357 
Fett (g) 31 21
Kohlenhydrate (g) 31 29
Protein (g) 14 13
Salz (g) 2,3 2

Die Bifi hat also mehr bums, und wenn man mal abseits von Tagestouren auf dem Rad etwa 2000 kcal für einen Tagesgrundumsatz (für einen mittelalten, zu fetten, eher großen Mann) annimmt, schon ein sattes Viertel davon!

Kosten

Der Mühlensnack ist deutlich teurer, nimmt man die Preise für 20iger bzw. 24iger Großpackungen, kostet ein Mühlensnack (50g) 1,45 Euro, eine (40g, also nicht xxl) Bifi im Teigmantel nur 83 Cent.

Gleichzeitig ist Bifi auch leichter verfügbar, der Mühlensnack eher ein Exot in der Tanke.

Fazit

Generell sind beide Produkte geschmacklich schon sehr nah bei einander, ich finde den Mühlensnack geschmacklich besser, aber die Bifi vom Kauen her befriedigender.

Ich behaupte, dass es sehr schwer ist, diese gezielt unterscheiden zu können, wenn man sich nicht darauf vorbereitet und beide direkt vergleicht.

Die Unterscheidung ist allerdings sehr leicht, wenn man direkt eine Nase an der gerade aufgerissenen Verpackung nimmt, weil so ekelhaft und gleichzeitig geil riecht einfach nur Bifi.

 

 

Routing und Navigation fürs Rad

Dieser Artikel ist ziemlich technisch, dafür überhaupt nicht touristisch – solange Du nicht schöne Strecken für Radtouren finden und abfahren willst, brauchst Du ihn eher nicht zu lesen. 🙂

Im Gegensatz zur Auto-Navigation (wie hier für 2015 und hier für 2020 beschrieben), mach ich das Planen und Routing für Fahrradtouren anders, GoogleMaps ist für mich da nicht die beste Lösung.

Komoot

Die Planung einer Rad-Strecke habe ich lange mit komoot gemacht.

Komoot basiert auf Openstreetmap (ab jetzt OSM), einem weltweiten opensource Projekt von Karten-Nerds, die eine frei verfügbare, routingfähige Kartografie entwickelt haben. Es gibt einige OSM-Spezialversionen, z.B. OpenRailwaymap (für Pufferküsser) und OpenSeamap (für Salzwasserliebhaber) und noch einige mehr – auf Grundlage von guten Kartendaten werden einfach Specialinterest-Themen verkartet, eine tolle Sache.

OSM für Pufferküsser

Jede:r kann bei OSM mitmachen und die Karte verbessern – durch das Hochladen von Tracks, Änderungsvorschläge, Hinzufügen von Informationen und Klassifikationen von z.B. Weguntergründen.

Die Qualität von OSM-Karten ist generell sehr hoch und aktuell. Inzwischen stellen viele Kartografiebehörden ihre Rohdaten für OSM zur Verfügung.

Komoot verwendet eine visuell vereinfachte OSM-Karte und bietet Routing für verschiedene Freizeitaktivitäten an, z.B. Wandern, Radfahren, Mountainbiken und so weiter. Komoot ist eine deutsche Firma und will natürlich Geld verdienen. Dies tun sie, indem sie ihr Kartenoverlay für eine Handy-App zur Verfügung stellen, damit man mit Komoot erstellte Routen auch abfahren/laufen kann. Die Karten fürs Handy kosten per Karte (Region) ein paar Euro, für 30 Euro (oder so) gibt es alle Karten zusammen – ich finde, das lohnt sich, weil die Karten besonders auf einem kleinen Bildschirm aufgeräumter erscheinen.

Komoot lebt auch von der Benutzer-Interaktion, so kann man sogenannte Highlights erstellen (oder vorhandene kommentieren) – Orte, die man anderen empfehlen möchte, die sich lohnen. Damit kann man interessante Orte finden, aber auch viel Quatsch, weil Benutzer, die solche Orte erstellen, dafür mit virtuellen Plaketten belohnt werden. Also eine zweischneidige Sache, aber es hilft oft, die neuesten Kommentare zu Orten an der geplanten Route zu lesen, um z.B. mitzubekommen, dass ein Weg gesperrt ist, weil da gerade ne Autobahn gebaut wird oder sowas.

Das Routing zum Wandern ist nach meinen Erfahrungen ziemlich gut, obwohl ich beim Wandern noch lieber Papierkarten verwende – man braucht nicht so irre viele, weil man einfach nicht so weit kommt 🙂 und es ist ein Griff, ein Blick und gut. Auf dem Rad sind mir Papierkarten aber zu umständlich.

Das Routing zum Radfahren ist schon mal besser als das von Googlemaps, aber es geht trotzdem oft entlang von Strecken, die ich in der Praxis eher nicht benutzen würde, weil es z.B. eine parallele bessere, ruhigere, mit besserem Belag versehene und so weiter Strecke gibt.  Wenn man sich auskennt, kann man das am PC korrigieren – einfach an der Strecke zupfen und diese verlegen – mobil geht das leider nicht (so toll).

Komoot versucht, für Rennräder andere Routingkriterien anzuwenden als für Mountainbikes, in den Abstufungen dazwischen ist dann oft aber nicht klar, warum die Routingentscheidung so fällt, wie sie fällt.
Das ist einerseits angenehm, weil es dadurch aufgeräumter wird, andererseits reitet es einen schon mal in die Scheisse oder auf eine Bundesstrasse ohne Parallelradweg.

Immerhin zeigt Komoot den Strassenbelag und den Strassentyp an, daraus kann man schon viele Schlüsse ziehen. Es zeigt auch das Höhenprofil an, das ist in dem abgebildeten Beispiel aber nicht so interessant.

komoot - Wegtypen

Was genau der Unterschied zwischen Asphalt und Straßenbelag ist? Ich habe keine Ahnung, aber das kann man sicher mit Hilfe der OSM-Klassifikationen für die Oberfläche herausfinden.

Ein großes Problem für mich: Ich kann mit komoot auf dem Handy kaum Routen planen, zumindest nicht, wenn ich die vorgeschlagenen Routen einfach anpassen möchte. Das ist für mich wichtig, wenn ich mehrere Tage unterwegs bin, und den nächsten Tag von dort planen möchte, wo ich abends angekommen bin.

Also – schon ganz gut, aber ich hab rausgefunden, dass es was besseres gibt, zumindest fürs Rad.

Bikerouter.de

Beim Umsehen in der Schnelle-Rumpeltouren-mit-Minimalgepäck-Szene bin ich über den Routenplaner der CXBerlin auf den Bikerouter.de gestossen –  beide basieren auf OSM-Karten und bieten Routing speziell für Fahrradfahrer, technisch wird brouter genutzt.

Das ist richtig geiler Scheiss!

Wie immer muss man sich etwas einfummeln, wenn es um ein Tool geht, das eine größere Komplexität abbildet, dafür bietet es aber auch viel mehr Möglichkeiten.

Es gibt eine sehr gute, deutschsprachige Anleitung mit Tipps und Tricks zu bikerouter vom Autor Marcus Jaschen.

bikerouter Screenshot

Bikerouter in Aktion

  • Besonders wertvoll für mich ist die Möglichkeit, bestimmte POI (Points Of Interest) einzublenden, z.B. alle Stellen, an denen man Wasser (z.B. freie Wasserhähne auf Friedhöfen) oder Lebensmittel/Junkfood bekommt – da kann man dann auch noch mal unterscheiden zwischen Bäckern, Tankstellen, Supermärkten und so weiter. Genauso kann man sich Shelter und alles mögliche in die Karte einblenden lassen.
  • Man kann No-Go-Aeras definieren, und damit bestimmte Gebiete vom Routing ausschliessen,
  • mit Hilfe von Overlays besondere Eigenschaften hervorheben, wie z.B. mit dem Gravel-Overlay. Damit ist es z.B. möglich, Sandwege und Kopfsteinpflaster sehr früh als solche zu identifizieren und dann zu meiden.
  • Es gibt mehrere Grundprofile, z.B. Tourenrad, Rennrad, MTB, Gravel in verschiedenen Ausprägungen (schnell, sehr wenig Verkehr, nass (irgendwas für MTB, fragt nicht…))
  • Es stehen einige Grundkarten mit unterschiedlichen Informationsgewichtungen und auch Satellitenbilder zur Verfügung, um die Route auch damit abzugleichen zu können.
  • Bikerouter bietet ein Höhenprofil, auch wenn das rund um Hamburg nicht so viel hilft, wie in Gegenden mit ernsthaften Steigungen.
  • Man kann die Route leicht eigenen Bedürfnissen anpassen, z.B. Orte/POI, die man direkt passieren möchte, um Junk nachzukaufen, auf der Karte markieren, die Route wird dann entsprechend angepasst.
  • Die Planung funktioniert hervorragend auch auf einem kleinen Bildschirm (z.B. Smartphone)
  • die meisten persönlichen Einstellungen werden in die URL kodiert, d.h., man kann sich eine geplante Route bookmarken oder auch anderen Leuten zum Betrachten schicken, ohne sie in ein GPX-File (das übliche GPS-Datenaustauschformat) zu exportieren. Hier findest Du z.B. die Planung für eine Tour von Harburg nach Cuxhaven mit meinen Einstellungen. Für Details muss man etwas reinzoomen. Das stimmt natürlich nur für eine gewisse Zeit, die Route wird über die Fixpunkte in der URL gerendert, wenn die unterliegende Karte eine Änderung (z.B. eine Strasse wird umkategorisiert oder einfach gesperrt) erfährt, wird der Betrachter eine andere Route sehen als der Ersteller.
  • Für den Austausch der exakten Route gibt es natürlich einen GPX-Ex- und Import, das ist auch das Format, dass übliche Radcomputer und Navigationssoftware wie komoot, OSMand und andere lesen und verarbeiten können.

Ok, da ist sie, die Route – und jetzt? Wie kann ich diese abfahren?

Geplante Routen fahren

Auf dem Rad gibt es üblicherweise zwei Möglichkeiten, eine Route abzufahren – entweder benutzt man ein Smartphone mit einer passenden App, oder einen dafür spezialisierten Radcomputer.

In beide muss die Route irgendwie reinkommen, und da ist ein Wort der Warnung angebracht:

Vorsicht beim Import von GPX-Daten in andere Routingsoftware! Du musst unbedingt darauf achten, die GPX-Datei im Original zu importieren! Routingsoftware versucht oft, ‚unbekannte‘ Teilstücke aus dem Routing herauszufummeln (ohne den Benutzer zu informieren) und um das aus ihrer Sicht unfahrbare Stück herumzurouten. Wenn das passiert, biegt man im schlimmsten Fall anders ab als eventuelle Mitfahrer mit der Originalroute, was zu schlimmen Unfällen führen kann!

Bei Komoot (ich würde wegen der Übersichtlichkeit immer am Rechner importieren, die Route taucht dann auch auf dem Handy auf) gibt es seit einiger Zeit beim Importieren eines GPX-Files die Auswahl:

Der Originalroute folgen

Bitte immer ‚der Originalroute folgen‚ auswählen. Bei CXBerlin ist das Importieren auch für andere Kombinationen von Software und Geräten beschrieben: Nie mehr Falschabbieger sein – Tutorial.

Also – mit Komoot kann man einen GPX-Track importieren, komoot meckert dann, dass in diesem Import unfahrbare Abschnitte enthalten sind und fertig. Wenn Dich das unsicher macht, kannst Du Dir diese Abschnitte genauer anzeigen lassen und die Warnung dann immer noch in aller Ruhe ignorieren.

Mit anderer Software hab ich keine Erfahrung – es scheint aber ein größeres Problem zu sein, sonst gäbe es solche Rants einfach nicht.

Der Gerät

Nadja benutzt komoot mit dem Handy auf dem Rad, ich eigentlich nicht. Smartphones haben für mich ein paar Nachteile:

  • der Batterieverbrauch bei GPS-Betrieb immer noch relativ hoch
  • sie sind nicht wasserdicht
  • Handys sind allgemein eher empfindlich
  • die notwendige Handyhalterung verdeckt die Kamera, den Fingerabdrucksensor und macht das Handy allgemein schwerer benutzbar
  • sie treiben sich im Internet rum und bieten alle möglichen spontanen Ablenkungen (Benachrichtigungen und so)

(und noch bestimmt ein paar mehr).

Ich benutze einen Radcomputer (in meinem Fall von Garmin, ansonsten gibt es auch von Wahoo sehr gute Geräte), der auch noch andere Daten (bei mir Tritt-  und Herzfrequenz, je nach dem, mit welchem Rad ich unterwegs bin) misst, anzeigt und aufzeichnet und mir natürlich den Weg anzeigt.

Trotzdem importiere ich meine Routen in komoot:

  • Mein Garmin kann diese von dort sehr bequem (per wifi) importieren
  • als Backup, falls Garmin unterwegs die Grätsche macht
  • zum Teilen mit Nadja oder anderen, wenn wir gemeinsam fahren

Zum Reinnerden ins Thema Radcomputer empfehle ich als Startrampe den GPSRadler.

Für Gelegenheitsnutzer ist der Weg über das Handy sicher der einfachere und vor allem der viel billigere. Man braucht erstmal nur ne brauchbare Handyhalterung – das isses. Bei einem älteren Handy wird ne Powerbank sicher nicht schaden.

Ich finde die Halterung von Klickfix super, wenn ich die nicht hätte, würde ich mir wohl mal Quadlock genauer ansehen. Für totale Einsteiger tun es auch die günstigen Rubberman oder Finn.

Klickfix und Garminhalterung auf Ortliebtasche

Klickfix- und Garminhalterung auf meiner Lenkertasche

Bei der Verwendung von Komoot auf dem Handy ist es noch wichtig, die Route offline verfügbar zu machen, damit man auch im Funkloch (also überall ausserhalb von Ballungsgebieten) navigieren kann.

Auch auf einem Radcomputer braucht man natürlich die passende Karte auf dem Gerät. Bei Garmin kann man z.B. die garmin-eigenen Karten auch durch OSM-Karten ersetzen. Mir gefallen diese besser, und wenn man sie regelmäßig updatet, sind sie auf jeden Fall aktueller.

Los geht’s

Zum eigentlichen Route abfahren schreibe ich hier erstmal nix, das ist weitestgehend selbsterklärend.

Sei gewarnt, komoot (und wohl alle anderen Routing-Apps) und auch Radcomputer verhalten sich nicht unbedingt vorhersagbar oder gar schlau, wenn man von der geplanten Route abweicht (egal, ob weil man einfach zu doof ist, oder es wirklich nicht anders geht).

Strategien, mit einem durchdrehenden Routingsystem umzugehen, und schnell und ohne U-turns wieder auf den Track zu kommen, unterliegen allerstrengster Geheimhaltung, die dahinter steckenden militärischen Weltraumtechnologie-Algorithmen sind höchst vertraulich, Kritik daran ist unangebracht.

Aber das ist dann genau der Spaß, weswegen man das alles macht 🙂

Nach der Tour ist vor der Tour – Errorhandling

Findest Du beim Fahren einer Route einen Fehler, der auf Fehler im OSM Kartenmaterial zurückgeht, kannst Du diesen melden oder sogar korrigieren – entweder direkt bei Openstreetmap, das geht aber auch via Komoot.

Mir ist das am letzten Wochenende passiert: Es ging einfach nicht weiter, weil die Strasse in einem Privatgrundstück endete. Ich hab mit dem Besitzer geschnackt, sehr nett – und ich war wohl nicht der erste.

Falsches Routing

Zuhause hab ich dann eine Notiz an die fragliche Stelle gemacht: https://www.openstreetmap.org/note/2847243 – die Stelle wurde inzwischen korrigiert. Das kann man ausprobieren, in dem man auf die URL der Strecke von weiter oben klickt oder auf den folgenden Screenshot daraus guckt:

Korrigiertes Routing

Die Strecke führt nun den Weg einen Weg weiter westlich entlang, es wird nicht mehr über den privaten Weg geroutet. Toll, oder?

Angeregt durch Colin (den Bearbeiter meiner Anregung) hab ich dann doch mal probiert und nach dem Durchspielen des Tutorials im browsergestützten Karteneditor (einfach H tippen), ein paar Änderungen bei mir vor der Haustür vorgenommen, Es ist wirklich einfach.

Witzig: Meinen Openstreetmap Account hab ich 2007 angelegt, dann aber nicht so viel damit gemacht. Wird ja langsam mal Zeit, das zu ändern…

Fazit: Es ist ziemlich einfach, Änderungen anstossen und dies sollten wir als Nutzer auch tun, davon leben community getriebene Karten – die nächste fährt dann einfach ein kleines bißchen richtiger.


Warum ich zwei Halterungen (für Handy und GPS) an meiner Lenkertasche habe? Ich benutze das Handy gerne für weitere Erkundungen, z.B. um einen Fahrradladen zu finden (mit googlemaps) und dann gezielt von der Route abzuweichen ohne das Routing und damit auch die Aufzeichnung auszuschalten, oder um um andere Apps zu benutzen.

In solchen Fällen ist es toll, das Handy nicht in der Hand halten zu müssen, also hab ich mir für meine Lenkertasche nen entsprechenden Deckel gedruckt, in den die Halterungen eingeschraubt werden können.

Ein neues Fahrrad für Ausflüge und zum Abreagieren

Früher[tm] habe ich längere Radreisen unternommen (längere wie in zum Nordkap und zurück). Spätestens seit dem Umzug nach Hamburg habe ich das Rad eigentlich nur noch als Verkehrsmittel genutzt, mein 3×8-Gänge-Hydraulikbremsen-Blackburn-Träger-Superduper-Reiserad war nach über 15 Jahren Nutzung ziemlich auf und wich einem Stadtrad mit Nabenschaltung (die Bremsen und den Sattel hab ich da dann aber wieder drangeschraubt…).

Seit 2017 habe ich ein Stromrad. Das hat dazu geführt, dass ich die ~40km Arbeitsweg am Tag wirklich bei jedem Wetter (auch im Winter, solange es nicht glatt war), gefahren bin. Man kann einfach viel entspannter Regenzeug oder warme Klamotten tragen, ohne gleich eine eigene Sauna zu betreiben und muss dann am Ziel nicht duschen. Dieses Rad wurde mir nach 2,5 Jahren mit ~17.000 km Laufleistung aus dem Keller geklaut. Ich hab mir dann aber wieder ein ähnliches gekauft und den Keller mit Wanddübeln, sehr dicken Ketten und soweiter gegen Diebe verbonkert.

Das Stromrad nutze ich eigentlich nur für Termine, nicht für Ausflüge. Auch, weil ich da nicht alleine bin und ein Stromrad unfair gegenüber den anderen ist.

Dann kam die Pandemie und Homeoffice. Und ich hab richtig zu genommen, keine täglichen 40km machen selbst mit einem Stromrad einiges aus, wenn man genauso weiter frisst wie vorher.

Im April 2020 hab ich angefangen, einfach so aus Bewegungswillen mit meinem normalen Rad (man sagt jetzt Bio-Bike, wie bekloppt. Bio-Break, Bio-Bike, Bio-BallerBaller) rumzufahren. Es erschien mir falsch, das mit dem Stromrad zu tun, bzw. es bringt einfach mehr für den Körper, wenn man auf Hilfe verzichtet beim Ballern.

Dieses Rad hat mich wieder auf den Geschmack gebracht, ich hab die Gesamt-Übersetzung verändert, so dass es berggängig genug für die Harburger Berge ist und bin wieder längere Tagestouren (so bis 100km) gefahren. Dafür wurden mir die Veränderungsmöglichkeiten des Rades aber zu gering, und ich hab mir nach langem Herumnerden auf Fahrradwebseiten ein neues Rad bestellt, das mehr meinen Anforderungen entspricht:

  • insgesamt bequeme, aber sportlichere Sitzhaltung
  • deutlich mehr Elastizität im Rad (das Stadtrad ist bocksteif, was auf längeren Strecken enorm ermüdend wirkt)
  • Getriebenabe (ja, aus meiner Sicht: Kettenschaltung stinque), aber mit großem Übersetzungsbereich und Riemenantrieb, da ich gerne im Dreck fahre. Der Wartungsaufwand ist einfach viel geringer, beim Riemenantrieb genau null (das geklaute und das aktuelle Stromrad haben Riemenantrieb, es ist ein Traum, Abnutzung bisher nicht messbar)
  • mehr Umgreifmöglichkeiten am Lenker trotz Getriebenabe, also Dropbar/Rennlenker
  • 28er Laufräder, auf die schnelle und gleichzeitig komfortable Reifen montiert werden können
  • genug Ösen für eventuelle Montage von Schutzblechen, Gepäckträgern, Flaschenhaltern und Zeug für Touren mit Übernachtungen
  • Stahlrahmen. Nachhaltiger, elastisch, reparierbar.
  • sehr gutem Dynamo und Licht – auch zur Stromversorgung für Radcomputer/Handy bei längeren Touren

Der Hersteller nennt die Grundkonfiguration Gravelbike, ich würde sagen, es ist irgendwo zwischen klassischem Randonneur und Rennrad mit Hochgeschwindigkeitstreckerreifen.

Und abgenommen hab ich. Noch nicht genug (so 15kg bisher), aber schon mehr, als ich mir im letzten Jahr draufgefressen habe. Deswegen musste ich keine gewichtssparenden und aus Umwelt- und Haltbarkeitssicht mehrfach zweifelhaften Carbon-Komponenten bestellen – die weitere Gewichtsreduzierung des SYSTEMgewichts findet nicht am Gerät, sondern am Körper statt 🙂

Seit ein paar Tagen hab ich das Rad endlich – es war eine lange, schwierige Wartezeit, weil gerade alle wie bekloppt Fahrräder kaufen und irgendwelche Zwerge in einem Bergwerk im Allgäu meinen Rahmen zusammendengeln und dann noch die gewünschten Komponenten jagen gehen mussten.

Ich hab mir richtig was gegönnt – will sagen: Es war wirklich teuer, es gibt wohl viele Leute, die weniger für ihr Rad ausgeben, als ich für die Lichtanlage, und immer noch viele, die weniger Geld für ihr Rad ausgeben, als ich für die Schaltung – aber es ist wirklich geil.

Genug der Rechtfertigung – ich hab mir das einfach GÖNNUNG^wgeleistet.

Lieferung – die Spedition war super, hatte noch nie so viele und genaue Angaben, wann die bei mir auftauchen – inklusive einer Ankündigung/Entschuldigung einer halbstündigen(!) Verspätung. Wir sind doch nicht in der Schweiz – sehr, sehr geil.

Ein Riesenkarton. Auspacken.

Fahrrad im Transportkarton

Zusammenbauen: Lenker montieren, Pedale montieren. Sattelhöhe korrigieren. Reifendruck – ok. Licht – ok.

Faaaan…

Is geil.

Es macht tierisch Spaß – will sagen, es fährt geil und ich finde, es sieht auch geil aus:

Rennstahl Rohloff Gravel XL

Rennstahl Logo

Kühlerfigur

Wenn man näher ran geht, fällt das Logo auf – das sieht aus wie eine Northrop B-2 Silhouette im Leni Riefenstahl Style. Oder wie ein Ufo aus Neuschwabenland. Das ist mir vorher (beim Rumnerden) überhaupt nicht aufgefallen. Es ist aber wohl einfach das A aus RennstAhl.

Für Radnerds ein paar mehr Details (alle anderen können hier eigentlich aufhören, zu lesen):

  • Die Rohloff wird mit Campa-Brems/Schaltgriffen geschaltet, das ist möglich durch die Rohbox. Mit dem linken Bremsgriff schalte ich hoch (1 oder 2 Gänge in einem Zug), mit dem rechten runter. Funktioniert astrein, die Abstufung ist angenehm klein und gleichmäßig. Es gibt keine Ganganzeige, hab ich aber bisher auch noch nicht vermisst – ich schalte einfach so, dass ich mich in einer 80/90 Kadenz befinde und gut, so wie mit dem alten Rad auch (da gab es eine Ganganzeige, aber kaputt).
  • Eine Klingel bräuchte ich eigentlich nicht, der Freilauf ist laut genug, dass die meisten davon aufmerksam werden 🙂
  • Licht. Also Licht, so wie im Auto. SON Edelux II macht ein klares,

    Forumlader App Screenshot

    Forumslader App – Screenshot

    großes, komplett gleichhelles Lichtfeld vom Vorderrad bis zum klar definierten Ende. Ich trau mich damit, in kompletter Dunkelheit (ohne Strassenbeleuchtung) 30 zu fahren, weil die gut beleuchtete Wegstrecke so groß ist, dass ich darin anhalten könnte. Trotzdem geht kein Licht in den Gegenverkehr oder reflektiert von Strassenschildern, wie bei anderen (selbst bei anderen zugelassenen) Scheinwerfern.
    Warum hat mir das vorher keiner gesagt?
    Ich hab einen Forumslader, also ein per Dynamo-Wechselstrom ladbare Powerbank, mit der man wiederum per USB andere Dinge laden kann. Der SON Nabendynamo macht da nen guten Job. (Screenshot von der zugehörigen App)

  • Reifen: Schwalbe G-One Allround. Ich bin erst 100 km oder so gefahren, ich empfinde sie als angenehm und sicher zu fahren. Sie sind leise, kein unangenehmes Surren oder so, aber dafür haben sie dann auch zu wenig Profil?
    Die gibts übrigens auch mit Reflexstreifen, leider sind meine ohne – werde mir wohl noch diese Speichenleuchtdinger reinpopeln (müssen).
    Ich fahr die mit Schlauch, ich finde, das tubeless ne ziemliche Sauerei ist. (Nachtrag 2022-04-22: Nicht mehr, siehe Update geschlaucht)
  • Pedale waren schwierig zu bekommen, ich hab jetzt erstmal welche mit Klick und Flat auf der Rückseite (wie an meinen anderen Rädern auch). Ich finde ich ja Flats in bestimmten kitzligen Situationen gut, auch wenn ich mal kurz barfuss oder mit normalen Schuhen fahren will.
  • Transport: Ich hab vorne ne Klickfix/Ortlieb-Lenkertaschen-Halterung und für hinten einen schnellabnehmbare Rack/Taschen-Kombi (Tailfin Aero Trunk Top Bag). Das soll erstmal reichen und zur Tailfin Tasche schreib ich bestimmt noch mal was gesondert, wenn ich die auch wirklich benutzt habe – die Anmutung und die Montage ist super. Ich finde jedenfalls Arschrakete doof, die Tailfin bewegt sich keinen Millimeter und lässt sich leicht (in 20 Sekunden) abnehmen oder ansetzen.
  • Sattel ist der für mich schon bewährte Brooks Cambium C17 mit Loch, den hab ich auf allen Rädern.
  • Die ersten kürzeren Fahrten zeigen, dass die Rahmengeometrie, Lenkerabstand und so weiter erstmal gut passen. Der Lenker kann, wenn ich es sportlicher will, tiefer – die Spacer sind unterteilt und damit variabel.
  • Warum genau dieses Rad? Eine Getriebenabe war für mich gesetzt, ich hab auch Pinion-Räder probegefahren, mich aber für Rohloff entschieden  (Video, in dem die Unterschiede zwischen Pinion und Rohloff gut erklärt werden). In der engeren Auswahl waren noch Veloheld (das Rad ist sehr schön filigran, aber eher was für die Stadt und kürzere Strecken), Toutterrain (viele von Vielfahrern durchdachte Details, aber mir zu Reiseradig (z.B. fest angeschweisste, geile Gepäckträger)). Rennstahl gibt es nur in sehr wenigen Fahrradläden, ich war dafür in Berlin und hab mir dort Rennstahl-Räder angesehen und probegefahren. Ich fand die von den Details sehr gut, hübscher und leichter als Toutterrain und trotzdem stabil. Ausserdem musste ich mir keine Farbe oder Lackierung aussuchen. Die Rahmen werden in Deutschland gebaut, und die Auswahlmöglichkeiten zur Konfiguration hatten alles, was mich interessiert.

Dann hoffe ich mal, dass ich mit dem Rad wieder mehr Beiträge hier schreibe, die mit dem eigentlichen Thema des Blogs zu tun haben.

Ich möchte auf jeden Fall noch die drei Hamburger Orbits von 2021 abfahren, auch wenn die eigentliche Serie vorbei ist.

Und dann mal gucken. 🙂