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Ohne bessere Kategorie, nicht bestimmte Reisen betreffend

Oha, Leben auf dem Boden nun mit eigener Webseite!

Das hier ist die Ablösung von Leben-auf-dem-Boden Tumblr. Tumblr kann nicht gut mit schlechtem Internet, das haben wir aber oft, wenn wir unterwegs sind.

Ausserdem ist hier das Kommentieren einfacher, und es gibt auch nen Feed, bitte stellt Euren Feedreader um auf https://leben-auf-dem-boden.de/feed/

Der Tumblr bleibt erhalten, damit eventuelle externe Links nicht kaputt gehen, es wird dort aber kein neuer Content mehr auftauchen.

Die Artikel sind importiert (erstaunlich, geht einfach so). Viele hatten keine verwertbare Überschrift.

  • Die Links, die in einem Artikel auf einen anderen verweisen, gingen latürnich weiter auf tumblr – die meisten hab ich hoffentlich gefixt. Wenn Ihr kaputte Links oder Links zum alten Blog findet: Kommentar schreiben.
  • Alte Videos sind (erstmal) Standbilder
  • und weiterer Kleinkram

Insgesamt ging das erstaunlich schmerzarm, ich bin begeistert vom wordpress-tumblr-Importer. 🙂

Wie wohin warum

Das Beste gleich vorweg. So langsam wird das, was EU verspricht, Wirklichkeit.

  • Es gab keine Grenzkontrollen, zum Teil nicht mal mehr Schilder zum Landeswechsel. Die alten Kontrollstellen sind komplett ab- oder in Truckstops umgebaut, wir haben auf dem Rückweg auch nix von einer Kiffer-Schleierfahndung mitbekommen, obwohl wir direkt hinter der Grenze erstmal etwas über die Dörfer gefahren sind.
  • Wir konnten überall mit dem gleichen Geld bezahlen, das umständliche im Kopf ‘wieviel ist das jetzt in Drachmen’ ist weg.
  • Roaming. Kein Gehühner mit fremden SIM-Karten und obskuren Apps, die es nur in estnischen Googleplaystore gibt. Gar kein Gehühner. Einfach alles so machen, wie zuhause. Ich muss über unseren Eintrag von 2015 lachen, weil das einfach Geschichte ist und auch, weil es noch mal den Preisverfall deutlich macht, auch wenn der Kurs inzwischen in Norwegen natürlich wieder viel besser sein wird als bei uns.

Wir haben deutlich mehr Internet verbraucht als zuhause, das liegt zum einen daran, dass die Stellplätze im Gegensatz zu Campingplätzen in der Regel kein brauchbares Wifi haben, aber vor allem an unserer vielen Fotografiererei und der Nutzung von Google Photos, das immer gerne alles synct, aber damit kann ich gut leben.

Stellplätze finden

in 2015 waren die Apps, die wir gefunden haben, um Campingplätze zu finden, doof und schlecht. Das hat sich geändert, zumindest scheint es eine europaweit verbreitete Anwendung zu geben. Dazu gleich mehr.

Bauern, Winzer und andere Landbesitzer haben sich zusammen gefunden, um genau das zu ermöglichen – günstige und schöne Stellplätze für vollautonome Camper auf Bauernhöfen. In Deutschland heißt das Landvergnügen, in Frankreich france passion.

Ein Freund von uns hat einen Camper, aber vorallem eine Schäferei und macht dabei mit – so sind wir drauf gekommen, das auszuprobieren. Die Idee ist, dass man gegen einen festen jährlichen Betrag (um 30 Euro pro Land) bei teilnehmenden Bauern mit seinem Camper für eine Nacht stehen kann. Grundbedingung ist eben, dass man nichts braucht – kein Strom, kein Wasser, kein Klo. Dafür ist man eingeladen, im Hofladen des Bauern vielleicht etwas zu kaufen – das ist aber keine Verpflichtung.

Die Idee finden wir toll, die Umsetzung zumindest von france passion ist für uns nicht mehr ganz zeitgemäß. Die Webseite nervt (man kann sich nicht an mehreren Geräten gleichzeitig einloggen, die vorhandene Karte ist nicht interaktiv, sondern einfach nur eine Karte ohne Funktion,…), eigentlich braucht man die Papierkarte und das Papierverzeichnis zum Finden von geeigneten Zielen. Wir haben das nur einmal genutzt, waren aber öfter bei Bauern, die ihre Stellplätze (und zwar meist mit höherem Standard als france passion vorgibt) einfach auch bei park4night inserieren.

Park4night war dann auch die App, die wir hauptsächlich genutzt haben. Das Interface der Handyapp ist auch etwas krude, aber man kann sich dran gewöhnen.
Der große Pluspunkt bei park4night ist, dass es stark von den Kommentaren der Nutzer lebt und nicht so sehr von einer Selbstdarstellung der Plätze.

(nur die Plätze, an denen wir waren)

(das Gebiet das im oberen Screenshot an dem linken P zwischen den beiden Treckern zu sehen ist / Landungsstrände, reine Parkplätze ausgeblendet)

Der große Minuspunkt ist, dass dort auch Plätze, die ganz klar illegal sind, eingetragen werden. Da steht dann dabei ‘in Naturnähe’ oder ‘nur für Kastenwagen, nicht für Camper’ und wütende Kommentare, dass man aus dem Naturschutzgebiet gejagt wurde oder das an diesem schönen Parkplatz nun die gefürchtete Teppichstange (Wohnmobilstoppbalken in 2,20 Höhe über der Einfahrt zum Parkplatz) aufgetaucht ist.

Tja, zuviele Idioten machen es dann auch unmöglich, dort nur mal tagsüber für einen Spaziergang zu stehen 🙁

Ansonsten ist park4night sehr brauchbar und aktuell:

  • Man kann diese zweifelhaften Plätze auch direkt bei der Suche ausblenden, sie sind meistens richtig gelabeled)
  • Man kann nach Höhenbegrenzungen suchen (googlemaps, das wäre auch mal was für Dich, oder?)
  • google translator ist direkt in die Kommentare reingehäkelt, so dass man eigentlich alles direkt lesen kann (wobei französisch etwas schwieriger zu sein scheint als alles andere, im Original französische Beiträge sind meistens lustiger zu lesen)
  • man kann den ausgewählten Platz direkt in gmaps routen lassen
  • man lernt viel über nationale Eigenheiten (worüber sich Camper welcher Nationalität stören)

Leider kann man nicht nach Öffnungszeiten filtern. Das macht in Frankreich auch keinen Sinn, da sie in unserem Stichprobenzeitraum eh nicht gestimmt haben.

Navigation

Wir haben googlemaps benutzt. Insgesamt ist das auch die beste Lösung für uns. Wir haben schon in einem Norwegen/2015-Artikel erklärt, wie das für uns am besten geht – das gilt immer noch.

Ich hatte GMaps für Frankreich (Autobahnen mit Maut) falsch konfiguriert. GMaps ist schlau genug, nur bemautete Autobahnen zu meiden, wenn man ‘Mautstrassen vermeiden’ auswählt. Deswegen haben wir noch mal OSMand probiert, aber das UI ist so gegen alle Vereinbarungen, wie ein UI funktioniert, gestrickt, dass wir schnell aufgegeben haben (und Nadja hat die richtige Einstellung für GMaps gefunden).

Insgesamt wünsche ich mir für GMaps zwei Dinge:

  • Konfigurierbare Höhe des Fahrzeugs (und vielleicht auch zulässiges Gesamtgewicht)
  • Auswahl zwischen kürzester und sinnvoller Strecke, so dass man nicht direkt durch abgedrempelte Wohngebiete schlingert

Bücher

Wir hatten wieder ein Velbinger dabei, aber wir haben ihn nicht gebraucht. Internet ist überall und es ist leichter konsumierbar, meistens gibt es dazu dann auch AAL (Arbeit anderer Leute, wie Bewertungen, Kritik, eigene Webseiten) aus denen man besser als aus der Meinung eines Autors, der da vor Jahren mal war, schliessen kann ob der Ort interessant ist oder eher nicht so.

Zukunft

Tumblr nervt extrem (immer noch), wenn man schlechte oder wechselnde Bandbreite hat. Uns sind mehrere Artikel verloren gegangen, weil das, was die App signalisiert (Artikel ist komplett hochgeladen, Bilder gedingst,…) oft nicht stimmt.

Das ist schlicht zum Kotzen.

Dieses Blog wird also umziehen, die Domain ist schon reserviert, der bestehende Content wird hier bleiben (weil er hier richtig verlinkt ist), aber auch in eine neue WordPress-Instanz umziehen.

Das macht dann auch das Interagieren mit unseren Lesern (ja, es gibt sie – danke!) leichter.

Der Gerät, Kosten

Bisher war ich nur kürzere Zeiten mit einem Camper unterwegs, und dann bin ich auch eher irgendwoGorleben hin gefahren, um dort dann länger rumzustehen.

Ansonsten ist der Gerät im Prinzip wie mein Boot, die verbauten ‘Haushalts’geräte sind die gleichen wie auf Yachten, die gesamte Technik zum Handlen von Energie, Wasser, Wärme, Kälte und Scheisse ist gleich.

Wahrscheinlich drehen sich genauso wie bei Yachties auch bei Campern beim Opa-erzäht-vom-Krieg-Ggeschichten am Lagerfeuer die besten Geschichten um im weitesten Sinne um Scheisse-Problematiken – das ist einfach aus Prinzip das anfälligste und durch Ekel auch am besten merkfähige System – wir hatten jetzt allerdings überhaupt keine Probleme damit.

Ich mag der Gerät insgesamt:

  • Die Nasszelle ist klein, aber man hat eben eine und gewinnt dadurch enorm an Autonomie – ohne diese hätten wir in Fronkreisch zu dieser Jahreszeit echt ein Problem gehabt.
  • Er fährt wirklich gut, selbst bei böigem Seitenwind.
  • Die Heizung kann was. Kälte war nicht so sehr unser Problem, aber durch den heftigen Wind fast den ganzen Urlaub und die Zwangsentlüftung am Gerät (die Feuchtigkeit muss ja auch raus, sonst Tropfsteinhöhle) mussten wir ordentlich heizen, und das ging. Im Schnee ohne Wind stelle ich mir das maximal genauso vor, eher besser.
  • Auch die Entsorgung ist in einem Bereich verbaut, in dem das Medium flüssig bleibt und ist im richtigen Winter auch beheizbar.
  • Die Technik nervt nicht (aber der Gerät ist ja auch neu) und ist unauffällig im Hintergrund einfach da. Ob wir Landstrom hatten oder nicht, war eigentlich egal, seit LED-Beleuchtung und USB-Ladeanschluss reicht die verbaute Servicebatterie für mehrere Tage Standbetrieb (also Licht, USB-Lader, Heizungssteuerung, Kühlschrank) aus, wir brauchten 240V nur zum Laden von Geräten, die wir nicht per USB laden konnten (eigentlich nur unsere Kameraakkus).

(Blick vom Fahrersitz nach hinten)

  • Für zwei ist genug Platz. Ich glaube, ich würde die Variante mit Längsbetten vorziehen, ich möchte mich gerne richtig lang ausstrecken können (damit wird der Gerät statt 5,99 dann 6,35 lang, siehe https://www.poessl-mobile.de/modelle/summit/summit-600 vs. https://www.poessl-mobile.de/modelle/summit/summit-640.
    Das macht dann Fähren teurer (bis 6m Länge ist man für die meisten Fähren trotz mehr als 2m Höhe (= Bulli) ein PKW. Bei Scandlines (Puttgarden-Rodby, Rostock-Gedser) macht das z.B 25 € pro Fahrt mehr, ich hab versucht, das für Stena und Colorline und damit die längeren Strecken rauszubekommen, aber deren Tarifkonzepte waren mir dann zu komplex.

(Mullberry B Wellenbrecher Reste, und der Gerät bereit zum Absturz über die Klippe – Arromanches-les-Bains)

Ich halte meine grundsätzliche Kritik an Campern aus dem Norwegen-Urlaub in 2015 generell aufrecht, würde nun aber eine Ausnahme für Kastenwagen (besonders in der der Nebensaison, die zum Zelten brrr ist) machen.

Ich bin immer noch der Meinung, das das Fahren mit jedem Zentimeter mehr in die Breite und steigendem Topgewicht durch vollgestopfte Alkoven und beladene Dächer nerviger wird – und mit langen Überhängen kommt man auch steilere Zufahrten nicht hoch/runter (davon ist in park4night häufig die Rede in Kommentaren).

(langer Überhang = Spaß am Anfang/Ende von Steigungen)

So ein Kastenwagen ist ideal, man ist eben genau die eine Stufe vom Siff

(Bild der Stufe (rechts). Die Fleischrolle (links) konnte tatsächlich ohne Bauchbodenkontakt laufen)

entfernt, er fährt sich aber im Wesentlichen wie ein PKW, wenn man auf die Durchfahrtshöhe achtet (ja, mussten wir wirklich tun).

Zahlen:

Leider habe ich die Liste mit den KM-Ständen, die wir jeden morgen und beim Tanken ergänzt haben, aus Versehen gelöscht :-(. Insgesamt sind wir ~4150 km gefahren und haben 541 € für Diesel bezahlt, bei Dieselkosten von (geschätzt-erinnert) etwa 1,36 sind das etwas mehr als 10 Liter auf 100km. Ich finde das für die Segelfläche eigentlich ganz gut.

Der Gerät hat 80 Euro pro Tag gekostet – das ist ein guter (Nichtsaison)-Preis, im Sommer sind es dann eher 120 Euro.

Die Übernachtungsplätze haben zwischen 5 und 20 Euro gekostet, im Durchschnitt wohl eher 10 Euro, weil wir in Frankreich nur Plätze mit keinem oder wenig Service hatten.

Wir hatten eine komplett selbstkostenfreie Vollkasko-Zusatzversicherung, die hab ich eh für Mietwagen/Carsharing, das Aufstocken für nen Wohnmobil hat 100 Euro extra gekostet (sonst 90 Euro im Jahr).

Gas-Harmonisierung.

Im Gegensatz zur Reisefreiheit in der EU für EU-Bürger ist es für grenzüberschreitenden Heizverkehr komplizierter.

Der Gerät verwendet in Deutschland handelsübliches Flüssiggas (möglich ist Butan, spätestens im Winter muss man aber Propan verwenden) in Miet- oder Kaufflaschen in 5 oder 11kg Stahlflaschen. Kaufflaschen können, so lange sie TÜV haben, beim Gashändler wieder aufgefüllt werden (das sind graue Flaschen); Mietflaschen werden einfach durch neue, volle beim Händler ersetzt. Diese sind rot oder haben gleich die Farbe/Logo des Vertriebssystems aufgedruckt.

Der Gerät hat Platz für je eine 5kg und 11kg Flasche, der Besitzer hat in diesem Fall graue Flaschen, es sind also seine eigenen.

So ziemlich jedes Land hat unterschiedliche Anschlussgewinde, Arbeitsdrücke und Flaschenformen. Und Vorschriften, was erlaubt ist, und was nicht.

In Frankreich ist es z. B. offiziell nicht möglich, fremde Flaschen wiederzubefüllen, selbst wenn man einen mechanisch passenden Adapter hätte.

Oder einfach LPG (also Autogas von der Tankstelle) mit einem selbstgedrehten Adapter und einer aus einem Croque-Clogg geschnittenen Dichtung auf die Pulle zu drücken, wie es alte Haudegen in Camperforen empfehlen.

Aus diesem Grund sind wir nur mit der 5kg Flasche losgefahren – um bis Frankreich nicht zu frieren und Platz für die hier übliche 13kg Mietflasche zu haben.

Ich hatte Schiss, dass wir eventuell mit der kleinen Flasche nicht warm bis nach Frankreich kommen, das war aber überhaupt kein Problem.

Ich hatte Schiss, nicht an das richtige Gas im richtigen Gebinde zu kommen, auch das war kein Problem.

Wir sind einfach mit dem Foto von der Preistafel in den SuperMarché gewackelt, und haben der freundlichen, nicht englisch sprechenden Frau am Counter klar gestikuliert, dass wir die blaugraue 13kg Buddel wollen, und zwar nicht im Tausch, sondern mit Pfand (nicht wundern, da ist Propan drin, Butagaz ist der Markenname des Abfüllers). War auch nach dem Ausfüllen eines Formulars (zum Mietkauf von 5 Waschmaschinen) ganz einfach – für 1 Euro(!) Pfand nehmen wir nun am Butagaz Flaschentauschsystem teil!

Die Flasche ist deutlich räudiger als von deutschen Flaschen gewohnt. Nun mussten wir noch aus dem reichhaltigen, zu der Gerät gehörenden Adaptersatz den richtigen Adapter finden und montieren, mit Rechtsgewinde auf Linksgewinde und passend für deutsche Druckminderer.

Und den Flaschenstauplatz komplett ausräumen, weil die 13kg Buddel nicht an der kleinen vorbei passt.

Und schon ist alles schön sicher und warm. Und ich hab mir auch nur einmal einen einzigen Finger geklemmt!

So ist das mit dem Gas.

Gasalarm

Der Gerät heizt und kocht mit Propangas aus (in Deutschland handelsüblichen) 5 und 11kg Stahlflaschen. 

In Deutschland bedeutet, dass es z.B. in Frankreich anders ist – und das dies eventuell zu einem sehr kalten Morgen führen kann, dazu später mehr…

Die Heizung arbeitet vollautomatisch, mensch stellt eine Temperatur an, und ein gewisser Herr Truma kümmert sich um die Details und bläst so lange warme Luft in den Innenraum, bis die vorgewählte Temperatur erreicht ist und geht dann aus, bis diese wieder unterschritten wird – im Campingbetrieb, im Fahrbetrieb heizt der Motor und das Gas ist aus.

Beim Herrumrödeln in einem Staufach im Fussboden, das ziemlich nahe und unterhalb von Herrn Truma ist, hat es heute leicht nach Gas gerochen – das ist schlecht.
In diesem Fach sind allerdings unter anderem auch ein paar  bockwurstglasgrosse Butankartuschen für nen Grill und eine Parkkralle. Anscheinend hat die Parkkralle beim Herumrödeln im Fach es einer dieser Dosen so besorgt, dass sie nicht mehr dicht war und Gas ausgeströmt ist (sie war sehr kalt und beraureift), ohne dass es merkbar gezischt hat.

Puh. 

Ich hatte zwar keine Angst, mit der Gerät in die Luft zu fliegen oder darin zu ersticken (Gas ist schwerer als Luft, wir schlafen erhöht), aber schon, dass unser wertvolles Gas eventuell an einer unautorisierten Stelle Herrn Trumas austritt und dadurch sehr viel mehr verbraucht wird als wir tatächlich verbrennen.  

Kartenpreload(gewimmer)

Papierkarten sind Quatsch. Also wollte ich zuhause schonmal alle OSM Karten aufs Handy ziehen, die wir so brauchen würden. Das ist aber gar nicht so einfach, weil diese in OSMand über eine Textauswahl ausgesucht werden müssen und kleiner als die Provinznamen geschnitten sind.

So ne Kartensoftware, auf der man sich die einfach auf ner Übersichtskarte zusammenklickt, wäre cool. Also bin ich stattdessen mit der Nase auf der Übersichtskarte immer an der Küste lang und hab bei jeder Frage, ne Detailkarte nachzuladen, ja geklickt und dann etwas weiter im Landesinneren nochmal. Nervt.

Irgendwann hab ich dann doch sehr weit rausgezoomt, und plötzlich konnte die Software doch anzeigen, welche Karten ich schon hatte. Geile Karten, aber immer noch ein sehr unintuitives Interface.

Ist übrigens bei maps.me und Komoot genauso (vielleicht wegen der gleichen Datenbasis). Wir nutzen OSM Karten, weil gmaps immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt anzeigt, und sonst der Überblick etwas fehlt.

Der Gerät (ein Pössl auf Zitrone gepfropft) fährt erstaunlich spritzig. Mehr zur Wohntechnik später. Jetzt Tee, morgen dann Holländer ärgern.

Bonjour Froschfresser – da sind wir wieder!

+++ EIL +++

Leben-auf-dem-Boden wird fortgesetzt! 

+++ EIL +++

Wir sind älter geworden und es ist gerade nicht so richtig Sommer, deswegen nicht mehr auf dem Boden, sondern in einem direkt bewohnbaren Fahrzeug (allerdings ohne Kettenantrieb) – wir wollen an der Nordseeküste entlang westlich Richtung Bretagne.

Am Montag geht es los – hier gibt es dann mehr unglaubliches, unverständliches und unerhörtes aus der uns noch etwas unklaren Welt der Wohnmobilisten und der Küstenbewohner.

(Quelle erstes Bild latürnich: https://www.titanic-magazin.de/postkarten/karte/bonjour-froschfresser-da-sind-wir-wieder-894-2098/)

Unsere Route

Wir haben lange nix geschrieben, die Route wollten wir aber noch veröffentlichen.


Wer selbst Tunnel und Fähren oder sonstwas zählen will, kann in Google Maps ziemlich weit reinzoomen und die Strecke nachvollziehen.

Die Tracks kreuzen sich ein paar Mal, wahrscheinlich ist das schwer nachzuvollziehen, wenn man nicht dabei war 🙂 Zur Orientierung hab ich ein paar Bilder aus dem Tumblr reingestanzt.

Mehr Bilder gibts demnächst bei Flickr, da ich alle Update-Lizenzfiles für LR wieder gefunden habe und es damit endlich auf dem neuen Rechner funzt.

Wandern

(also eigentlich Spazieren gehen, wir waren nie über Nacht unterwegs) in Norwegen heißt eigentlich immer, dass man einige Höhenmeter zurück legt.

Die Norweger haben vier Kategorien von Wanderwegen, die mal abgesehen von der ersten Stufe wenig mit mitteleuropäischen Vorstellungen von ‘Wegen’ zu tun hat – es handelt sich eher um Pfade, die sich das Schmelzwasser sucht und die von Mensch und Tier eben mit benutzt werden.

Alle 50 Meter oder so gibt es eine Markierung (etwas Farbe an einen Fels geschmiert), an der man erkennen kann, dass man sich noch auf dem Weg befindet. Wenn das sowieso eindeutig (also für Norweger eindeutig) ist, braucht man auch keine Markierung, nä?

Man braucht nicht gleich ne Outdoor-Hose und das Schlangenbiss-Set an den Oberschenkel getaped oder ein Kampfmesser, aber z.B. eingelaufene, stabile, gut sitzende, wasserfeste und über den Knöchel reichende Stiefel machen schon ziemlich viel Sinn, genauso wie wasserfeste Klamotten, so ein Wanderweg mittlerer Kategorie kann schon mal quer durch einen Schmelzwasser-Fluss gehen…

Wasser braucht man nicht schleppen, das gibts überall gratis, aber etwas Zucker ist ne gute Sache. Wichtig sind nicht so sehr die zu laufenden Entfernungen, sondern die damit verbundenen Höhenmeter.

Die norwegischen Schätzungen bezüglich der Gehzeiten sind auch eher unrealistisch, und so schlecht sind wir gar nicht zu Fuss unterwegs. 🙂